Der Strukturwandel als Chance: Projekt zur Qualifizierung von Fachkräften in der Biotechnologie gestartet

Im Rahmen des Strukturwandel-Projektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“ wurden jüngst elf Projekte zur Gestaltung des Strukturwandels in der Region gestartet. Darunter ist auch das Projekt QualiBioPharma, welches maßgeblich durch das Amt für Wirtschaftsförderung und dem Referat für Beschäftigungspolitik der Stadt Leipzig inhaltlich unterstützt und finanziell gefördert wird (19.893 Euro). Das Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogramm für pharmaindustrielle Laborantinnen und Laboranten zielt darauf ab, den bereits bestehenden und wachsenden Fachkräftebedarf der biotechnologischen Unternehmen in Mitteldeutschland zu decken.

„Wir freuen uns, dass wir mit diesem Projekt weitere Fachkräfte dazugewinnen werden, denn unsere Biotechnologieunternehmen benötigen dringend qualifizierte Laborantinnen und Laboranten um weiter zu wachsen. Und für internationale, innovative Life-Science Unternehmen, die einen neuen Standort suchen, sind gut ausgebildete Fachkräfte ein weiteres wichtiges Argument für eine positive Standortentscheidung für den Forschungsstandort Leipzig.“, sagt Clemens Schülke, kommissarischer Leiter des Dezernats für Wirtschaft, Arbeit und Digitales der Stadt Leipzig.

„Nicht erst seit der Corona-Krise sind wir uns der Bedeutung der medizinischen Biotechnologie für die Region und das Land bewusst. Über mehrere Jahre wurde in Mitteldeutschland eine beachtliche Forschungs- und Entwicklungslandschaft in dieser zukunftsträchtigen Branche erfolgreich aufgebaut. QualiBioPharma ist ein wichtiger Baustein, um die industrielle Verwertung der erzielten Forschungsergebnisse möglich zu machen und zu unterstützen.“, erklärt André Hofmann, Geschäftsführer der biosaxony Management GmbH.

Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland zeigt sich optimistisch: „Wir betrachten den Strukturwandel als Chance. Mit solchen Bildungsangeboten wollen wir den vom Strukturwandel betroffenen Menschen im Mitteldeutschen Revier neue Perspektiven am Arbeitsmarkt in Mitteldeutschland eröffnen und somit die Fachkräfte in der Region halten“.

Im Projekt QualiBioPharma werden die fünf Projektpartner biosaxony Management GmbH, Fraunhofer IZI, BioSolutions Halle, das TGZ Halle und ATV ein Qualifizierungsprogramm zum pharmaindustriellen Laboranten für Quereinsteiger entwickeln. Der erste Pilotlauf ist für März bis Mai 2022 geplant.

Über QualiBioPharma

Im Rahmen von QualiBioPharma entwickeln und erproben die fünf Projektpartner biosaxony Management GmbH, Fraunhofer IZI, BioSolutions Halle, TGZ Halle und ATV ein spezialisiertes Weiterbildungsprogramm, um branchenfremde ArbeitnehmerInnen, die vom Strukturwandel betroffen sind, neue Perspektiven am Arbeitsmarkt in Mitteldeutschland zu eröffnen. Dadurch wird die regionale Fachkräftebasis in der Life Science-Branche gestärkt. Zudem kann die Metropolregion ihre Wettbewerbsposition als internationaler Standort für Zelltherapie und Pharmazie stärken und begünstigt somit neue Großansiedlungen. Weiterführende Informationen bietet die Website https://www.biosaxony.com/projekte/qualibiopharma.

QualiBioPharma ist aus dem 2. Ideenwettbewerb im Rahmen des Strukturwandelprojektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“ der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland hervorgegangen. Das Projekt wird mit 166.000 Euro über das Modellvorhaben „Unternehmen Revier“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Zudem wird das Projekt durch die Wirtschaftsförderung und das Referat für Beschäftigungspolitik der Stadtverwaltung Leipzig unterstützt.

Über das Strukturwandel-Projekt „Innovationsregion Mitteldeutschland“

Im Projekt „Innovationsregion Mitteldeutschland“ entwickelt die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland mit den Landkreisen Altenburger Land, Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Leipzig, Mansfeld-Südharz, Nordsachsen und Saalekreis sowie den Städten Halle (Saale) und Leipzig neue Strategien und Projekte für den Strukturwandel in der Region. Das Vorhaben wird im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) durch den Bund, den Freistaat Sachsen, das Land Sachsen-Anhalt und den Freistaat Thüringen gefördert.